Kreisschützenbund Soest
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Historisches (Auch zum Schmunzeln)

Körbecke:

1715 werden zahlreiche Häuser und die Kirche ein Raub der Flammen, als bei den Vorbereitungen für das Schützenfest ein Schütze sein Gewehr ausprobierte, und der brennende Pfropfen das Strohdach eines Nachbarhauses entzündet. Ein starker Wind sorgt dafür, dass sich das Feuer in Windeseile ausbreitet. Pater Zepherinus aus dem Orden der Minderen Brüder in Soest erleidet schwere Verbrennungen, als er das Cimborium aus der brennenden Kirche holt. Beim Wiederaufbau der Kirche gestaltet Heinrich Stütting den meisterhaften Barock-Altar. Darauf sind nicht nur die Körbecker stolz: Ein Kunstwerk ähnlicher Art ist im näheren und weiteren Umkreis nicht zu finden.

1905 In einer außerordentlichen Generalversammlung am 28. Mai wird die Anschaffung eines Festanzuges beschlossen. Kittel kosten „3 Mark sofort oder drei Jahre je 1 Mark; ohne Nähen". Hüte in einer Farbe und Facon; weiße Hosen sind erlaubt. -12. Juni: Einstimmiger Beschluss, den Kindern kein Bier zu verabreichen, dafür passende Getränke wie Limonade oder Zuckerwasser kostenlos. - 29. Juni: Planierungsarbeiten des Schützenhofes sollen fertig gestellt werden. Jedes Vereinsmitglied verpflichtet sich, sich einen Tag unentgeltlich daran zu beteiligen, oder wenn er nicht kann, einen Tagelohn in die Kasse zu geben. Wer ein Pferd hat, muss ebenfalls unentgeltlich einen Tag mit Wagen oder Karren helfen.

Der Schützenanzug, bestehend aus blauem Kittel, Schützenhut und weißer Hose, soll bei jeder "Vereinsformierung", auch bei Prozessionen und Beerdigungen getragen werden.

 

Günne:

Aus alten Protokollbüchern: „Am Morgen des ersten Tages wird eine Schützen Messe

gehalten, um darin Gott zu bitten, eine jede Störung von dem Feste abzuwenden. Am Nachmittage wird nach dem Vogel geschossen, welcher am Vorabend auf die Stange gesetzt wird. Der übrige Theil des Nachmittags sowie der darauf folgende Nachmittag ist dem Tanzvergnügungen und sonstigen Belustigungen, jedoch mit Ausschluß alles Kartenspielens gewidmet; auch können als dann die etwa nöthigen Berathungen über Vermehrung des Gesellschafts Inventars und über sonstige Gegenstände genommen werden.

Den folgenden Morgen wird jedes Jahr eine heil. Messe für die Seelen der Abgestorbenen Schützenbrüder auf Kosten der Bruderschaft gelesen werden.

Um die Versammlung soviel möglich minder kostspielig zu machen, so wird bei der Gesellschaft blos Bier getrunken, was auf Kosten der Gesellschaft gebraut wird und welche jedes Mal unter die dem Feste beiwohnenden Mitglieder repartirt und von denselben bezahlt werden.

Außer dem auf Gesellschafts Kosten angeschafftem Bier darf an Getränken nur allein noch Kaffe und Thee auf dem Versammlungsplatze, jedoch nur für besondere Rechnung des Empfängers ausgegeben werden.

 

Niederense:

Erinnerungen eines alten Schützenbruders: Die Schützen aus Niederense zählten seit Alters her zum Schützenverein Oberense. Es kam das Jahr 1921, in dem das erste Schützenfest nach dem Weltkrieg stattfand. Es wurde auch das Jahr, in dem sich die Niederenser Schützen von den Oberensern trennten. Nach meiner Erinnerung schoss Josef Scheferhoff aus Volbringen den grössten Teil des Vogels herunter. Jedoch blieb ein Stück, so gross wie eine kleine Zuckerrübe, noch an der Stange hängen. Einige der Zuschauer registrierten das unter dem inzwischen ausgebrochenen Jubel. Jedenfalls wurde weiter geschossen. Dieses Stück holte Heinrich Hartmann aus Niederense mit einem Schuss herunter. Die Oberenser blieben jedoch bei ihrem König. Es wurde gestritten. Wie das Fest an dem Tag weiterging, kann ich nicht berichten. Ich habe nur gehört, dass Josef Langesberg, bekannt als tüchtiger Stimmungsredner, in der Halle eine Rede gehalten hat. Er soll bei dem Tumult in der Halle verkündet haben, dass die Oberenser Schützenhalle abgebrochen und in Niederense wieder aufgebaut würde; die Abbrucharbeiten hätten bereits begonnen. Das Dach der Halle lag zur Nordseite so tief, dass man es mühelos besteigen konnte. Und tatsächlich hatte ein junger Mann schon damit begonnen, die Ziegel abzudecken. Es war keine Ruhe mehr herzustellen. Die Niederenser zogen mit der Musikkapelle Höingen nach Niederense und feierten dort weiter.

 

Oestinghausen:

In alten Protokollbüchern ist zu lesen: 1841 beschließen die Vorstände der Schützen-Compagnien und der 1840 gegründeten Schützengesellschaft des Kirchspieldorfes Krewinkel-Wiltrop sich zu einer „Vereinigten Schützen-Gesellschaft Oestinghausen St. Hubertus“ zusammen zu schließen. Zwei Jahre später treten die Kirchspieldörfer Niederbauer und auf obrigkeitliche Anordnung Nordwald der Vereinigten Schützen-Gesellschaft bei. Die Schützenfeste finden im Kirchspiel unter Zelten statt. Die Mitgliederliste weist 201 Schützen aus. Die Schützen tragen den blauen Kittel und eine Mütze an der ein Eichenbüschchen stecken muss. Die Offiziere kennzeichnen blaue Schärpen. In 27 Paragrafen bestimmen die Statuten die Organisation der Feier des zweitägigen Schützenfestes.

 

Im Ersten Weltkrieg spendet die Schützengesellschaft ihr gesamtes Barvermögen zum Zwecke der Krankenpflege verwundeter Soldaten des Kreises Soest. Ab 1919 finden, mit Ausnahme des Jahres 1923, bis 1933 in gewohnter Weise die Schützenfeste, als Fest der Feste der Dorfbevölkerung mit Gästen, statt.

 

Bettinghausen:

Zeitungsannonce aus dem Jahr 1846: „Die Bettinghauser Männer-Schützen-Brüder sind gesonnen, am künftigen Samstag, den 2. Mai, Nachmittags 3 Uhr anfangend, bei Gastwirth Risse in Ostinghausen ihre sämtlichen Schützensachen, bestehend aus: Vogelstange, Schellbaum, Trommel, Officier- und Tambourmajor-Kleidungsstücken u.s.w. öffentlich und meistbietend und gegen gleich baare Zahlung zu verkaufen“, heißt es im Soester Wochenblatt. „ Kaufliebhaber ladet hierzu ein, mit dem Bemerken daß sich sämtliche Sachen im guten Zustande befinden, der Schützen-Vorstand zu Bettinghausen“, endet das Inserat, das viele Fragen aufwirft.

Warum veräußern die Bettinghauser Schützen ihr Vereinsvermögen?

Die Antwort könnte ganz pragmatisch und völlig unspektakulär sein: In Bettinghausen gab es nämlich zwei „Grundausrüstungen“ für das Schützenfest.

Tatsache und schriftlich festgehalten ist nämlich, dass neben der „Schützenbruderschaft der Ehemänner“ auch ein Junggesellen-Schützenverein existiert hat.

„Am 15ten und 16ten des Monats wird das Bettinghauser Schützenfest statt haben, wobei zugleich ein Scheibenschießen angeordnet ist. Der Herr Peter Borglar besorgt für dieses Jahr die Feier, und zur Erhöhung der Tanzfreuden sichert die herrliche Musik des Herrn Alexander aus Düsseldorf. Auch wird für Erfrischungen aller Art bestens gesorgt, so dass wir ein verehrliches Soester und auswärtiges Publikum einzuladen uns erlauben dürfen“, inserierte der „Schützen-Vorstand daselbst“ im Juni 1834 im Soester Wochenblatt.

 

 

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